Filmzitate richtig nutzen

Wer urhe­ber­recht­lich geschütz­tes Film­ma­te­ri­al (Bild, Ton und Text) ganz oder aus­schnitts­wei­se für sein eige­nes Schaf­fen nut­zen möch­te, benö­tigt dafür die Erlaub­nis des Schöp­fers. Das ist zunächst der Grund­satz aus dem Urhe­ber­rechts­ge­setz (UrhG). Es gibt aber auch Son­der­re­geln im Gesetz, die von die­ser Erlaub­nis­pflicht befrei­en.

 

Fol­gen­de Aus­nah­men ermög­li­chen die Ver­wen­dung von Film­sze­nen im Rah­men trotz des im Urhe­ber­recht genann­ten Grund­sat­zes, wonach stest die Erlaub­nis der Rech­te­inha­ber erfor­der­lich ist. Über eine Check­lis­te am Ende des Bei­trags kann der rich­ti­ge Gebraucht von Film­zi­ta­ten über­prüft wer­den.

 

Gemeinfreie Werke

Bei Fil­men, deren Schöp­fer bereits vor (mehr als) sieb­zig Jah­ren ver­stor­ben sind, ist der Urhe­ber­rechts­schutz schlicht und ein­fach  abge­lau­fen, sodass die­se soge­nann­ten „gemein­frei­en Wer­ke“ beden­ken­los ohne Zustim­mung zitiert wer­den kön­nen. Dabei ist aber zu beach­ten, dass nach § 65 Abs. 2 UrhG der Tod des Längst­le­ben­den der fol­gen­den Per­so­nen aus­schlag­ge­bend ist: Haupt­re­gis­seur, Urhe­ber des Dreh­buchs, Urhe­ber der Dia­lo­ge, Kom­po­nist der für das betref­fen­de Film­werk kom­po­nier­ten Musik.

 

§ 51 UrhG

Bei allen ande­ren Fil­men ist das Zitie­ren frem­der Wer­ke ohne Erlaub­nis (und ohne Ver­gü­tung!) des Urhe­bers nur unter gewis­sen Vor­aus­set­zun­gen mög­lich:

 

  • Das eige­ne Mate­ri­al ist ein selbst­stän­di­ges neu­es Film­werk mit eige­nen Inhal­ten und Aus­sa­gen, auch ohne das Zitat.
  • Der frem­de Film muss bereits ver­öf­fent­licht wor­den sein. Dies bedeu­tet jedoch nicht, dass er auch im Han­del erhält­lich gewe­sen sein muss­te. Gemäß § 6 Abs. 1 UrhG gilt ein Werk als ver­öf­fent­licht, wenn es mit Zustim­mung des Berech­tig­ten der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht wor­den ist. Dabei wird bei einem Film­werk ange­nom­men, dass es „erschie­nen“ ist, wenn der Öffent­lich­keit eine genü­gen­de Anzahl von Ver­viel­fäl­ti­gungs­stü­cken ange­bo­ten wird, was aber bereits bei 8 Film­ko­pi­en der Fall sein kann (BGH GRUR Int. 1973, 49).
  • Das Film­zi­tat muss einen beson­de­ren Zweck ver­fol­gen - näm­lich die Erläu­te­rung der eige­nen Filmin­hal­te - und darf nicht nur um sei­ner selbst Wil­len zu blo­ßen Unter­hal­tungs­zwe­cken benutzt wer­den. Obwohl im Ein­zel­fall auch die Ver­wen­dung eines Zitats als künst­le­ri­sches Mit­tel zuläs­sig sein kann, soll es prin­zi­pi­ell dazu die­nen,  die eige­nen Ansich­ten des Film­schaf­fen­den zu ver­an­schau­li­chen und zu ver­deut­li­chen und damit Aus­druck geis­ti­ger Aus­ein­an­der­set­zung mit dem zitier­ten Werk sein. Die Aus­ein­an­der­set­zung kann dabei sowohl in Form einer posi­ti­ven oder nega­ti­ven Kri­tik, als auch als neu­tra­le Dar­stel­lung erfol­gen.
  • Die Wie­der­ga­be eines gesam­ten Fil­mes in der eige­nen Arbeit, das soge­nann­te „Groß­zi­tat“ (§ 51 Ziff. 1 UrhG), ist nur aus wis­sen­schaft­li­chen Grün­den, also zur Erläu­te­rung und Ver­an­schau­li­chung wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se, erlaubt.  Unter wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se fal­len aber nicht nur sol­che der Wis­sen­schaft  im enge­ren Sin­ne, zur För­de­rung der kul­tu­rel­len Ent­wick­lung im All­ge­mei­nen sind auch popu­lär­wis­sen­schaft­li­che Wer­ke (z.B. Doku­men­tar­fil­me, Fern­seh­sen­dun­gen) hier­von erfasst.
  • Ein­zel­ne Film­aus­schnit­te dür­fen hin­ge­gen als „Klein­zi­tat“ (§ 51 Ziff. 2 UrhG ana­log) auch zu ande­ren, nicht-wis­sen­schaft­li­chen Zwe­cken ver­wen­det wer­den, etwa in Spiel­fil­men oder Unter­hal­tungs­sen­dun­gen. Es muss aber immer eine inne­re Ver­bin­dung (d.h. ein beson­de­rer Zweck, s.o.) zwi­schen dem frem­den und dem eige­nen Film­ma­te­ri­al bestehen.

 

Zitierweise

Die Län­ge des Zitats bestimmt sich anhand sei­nes Aus­sa­ge­zwecks und vari­iert dem­entspre­chend von Fall zu Fall. Somit gibt es kei­ne fes­ten Vor­ga­ben im Gesetz, son­dern ent­schei­dend ist nur die Gren­ze der Not­wen­dig­keit (Grund­satz: „Nicht län­ger als nötig“).

 

Inhalt­lich darf das Zitat nicht ver­än­dert wer­den, auch nicht mini­mal oder durch eine Kom­men­tie­rung (§ 62 UrhG). Dar­über hin­aus besteht die Pflicht zur Quel­len­an­ga­be nach § 63 UrhG, um eine Prü­fung des Zitats zu ermög­li­chen. Bei einem Film­werk bedeu­tet dies vor allem die Anga­be von Film­ti­tel, Name des Regis­seurs, Pro­duk­ti­ons­land, Pro­duk­ti­ons­jahr sowie zitier­te Film­mi­nu­ten mit Sekun­den.

 

Checkliste zum richtigen Gebrauch von Filmzitaten

  1.  Ist der Film urhe­ber­recht­lich geschützt? (Han­delt es sich um altes Mate­ri­al (vgl. § 65 Abs. 2 UrhG), dann ist die Ver­wen­dung außer­halb des Zitat­rechts mög­lich.)
  2. Wur­de er bereits ver­öf­fent­licht? (Falls nicht, kann nicht zitiert wer­den.)
  3. Dient das Zitat zur Erläu­te­rung und zum Beleg eige­ner Ansich­ten und Erkennt­nis­se oder als künst­le­ri­sches Mit­tel  des eige­nen Films? Besteht eine inne­re Ver­bin­dung zwi­schen dem Zitat und dem eige­nen Film?
  4. Ist das Zitat unver­än­dert geblie­ben?
  5. Wur­de die Quel­le des Zitats voll­stän­dig ange­ge­ben?

 

68 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wie sieht es denn mit Bild­zi­ta­ten in einer schrift­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Werk aus? Darf ich z.B. einen Screen­shot aus einem Film auf mei­nem Blog ver­öf­fent­li­chen, um eine Aus­sa­ge bezüg­lich der Bild­spra­che des Films zu ver­an­schau­li­chen?

  2. Wie ver­hält es sich denn mit bekann­ten Film- und Fern­seh­zi­ta­ten wie z.B. „Er ist tot, Jim!“, „Ich bin Dein Vater!“ oder „Has­ta la vis­ta, baby!“, wenn man die­se in gedruck­ter Form (z.B. Post­kar­ten oder T-Shirts) nut­zen will, das eigent­li­che Bild, das von die­sem Zitat geglei­tet wird, aber nichts mit dem Film zu tun hat (also anstatt des Ter­mi­na­tors sieht man einen Mexi­ka­ner) ?

  3. Geht es aus­schließ­lich um den Text, dann ist die Fra­ge, ob die jewei­li­gen „Zita­te“ urhe­ber­recht­lich geschützt sind.
    Sind sie es nicht, dann spricht nichts gegen eine Nut­zung.

  4. Ich dre­he gera­de als Abschluss­ar­beit eine Doku­men­ta­ti­on über einen Kunst­schmied. Unter ande­rem hat er den Set­auf­bau in einem deut­schen His­to­ri­en­film gemacht und tritt als Kom­par­se auf.
    Darf ich die ent­spre­chen­de Sze­ne, in der mein Prot­ago­nist und/oder das Set zu sehen ist, aus dem Spiel­film in mei­ne Doku­men­ta­ti­on ein­bau­en?

  5. Hal­lo, vie­len Dank für die Erläu­te­run­gen!
    Kann ein Film­zi­tat als rei­nes Audio-Zitat auch für ein Musik-Stück ver­wen­det wer­den?
    Wie ver­hält es sich in die­sem Fall?

  6. Ist theo­re­tisch denk­bar. Aber da kommt es auf den kon­kre­ten Ein­zel­fall an, vor allem, ob die aus­rei­chen­de „Aus­ein­an­der­set­zung“ mit dem Inhalt gege­ben ist.

  7. Hal­lo Herr Dram­burg,
    vie­len Dank für das kom­pak­te Ange­bot an Infor­ma­tio­nen und die Ver­wei­se auf die jeweils betref­fen­den Geset­ze! Eines wird mir durch die Auf­lis­tung der Sach­ver­hal­te aber noch nicht ganz klar:
    Ist es erlaubt einen Screen­shot von einer Film- oder Seri­en­sze­ne in sei­nem Blog zu pos­ten, wenn der Blog dar­auf abzielt, die Nut­zer zu Affi­lia­te-Part­nern wei­ter­zu­lei­ten, die z.B. das in der betref­fen­den Sze­ne getra­ge­ne Klei­dungs­stück zum Ver­kauf anbie­ten?
    Vie­len Dank für Ihre Hil­fe.

  8. Nein, wenn der Rech­te­inha­ber nicht sei­ne Erlaub­nis gege­ben hat, dann wäre es eine Urhe­ber­rechts­ver­let­zung. Vom Zitat­recht wäre es jeden­falls nicht gedeckt.

  9. Sehr geehr­ter Herr Dram­burg,

    Wie bekom­me ich z.B vom ZDF die Geneh­mi­gung Film­aus­schnit­te zu ver­wen­den.
    Die Stadt für die ich arbei­te ver­gibt in die­sem Jahr den Kunst- und Kul­tur­preis an einen Bekann­ten Schau­spie­ler.
    Dazu möch­te ich ( das Kul­tur­bü­ros) ger­ne eini­ge Aus­schnit­te aus sei­nen Fil­men zei­gen.
    Lei­der habe ich über­haupt kei­ne Ahnung an wen ich mich da wen­den müss­te.
    Kön­nen Sie mir da irgend­wie hel­fen?
    Vie­len lie­ben Dank vor­ab für Ihre Mühe
    Lie­ben Gruß
    Mar­ti­na Wali­c­zek

  10. Ent­we­der beim ZDF nach­fra­gen, wenn es eine eige­ne Pro­duk­ti­on des Sen­ders ist oder sonst am bes­ten bei den Pro­duk­ti­ons­fir­men ver­su­chen.

  11. Sehr geehr­ter Herr Dram­burg,
    ich müss­te den urhe­ber­recht­li­chen Zusam­men­hang von Film-Zitat und Strea­ming Video klä­ren. Im Rah­men film­wis­sen­schaft­li­cher web­ba­sier­ter Publi­ka­tio­nen zei­gen wir Film­aus­schnit­te.
    Mit dem neu­en HTML5-Video-Stan­dard ist es prak­tisch unmög­lich, den Down­load und die Wei­ter­ver­brei­tung von Film­aus­schnit­ten zu ver­hin­dern. Bege­hen wir durch Ver­wen­dung der neu­en HTML5-Tech­nik Urhe­ber­rechts­ver­let­zung?

  12. Hal­lo Frau Stei­nin­ger,
    soweit Ihre Publi­ka­ti­on die erfor­der­li­chen Nut­zungs­rech­te hat bzw. die Wie­der­ga­be der Aus­schnit­te urhe­ber­recht­lich recht­mä­ßig ist, kommt es auf die Art der Wie­der­ga­be nicht an.
    TV-For­ma­te kön­nen ja auch auf­ge­nom­men wer­den.
    Die Urhe­ber­rechts­ver­let­zung begeht evtl. der, der die Aus­schnit­te dann via her­un­ter­lädt.
    Bes­te Grü­ße

  13. Sehr geehr­ter Herr Dram­burg,

    ich pla­ne in einem Resta­turant ein Film­quiz zu ver­an­stal­ten, für wel­ches ich unter ande­rem Film­aus­schnit­te von kur­zer Län­ge (max. 2 min) ver­wen­den will.
    Fällt die­se öffent­li­che Vor­füh­rung unter das Zitat­recht (Klein­zi­tat)?

    Der ein­zi­ge Punkt der mei­ner Mei­nung nach strit­tig wäre, ist im Urhe­ber­recht §51 der „Beleg­zweck“? Wür­de es hier­für aus­rei­chen eige­ne Kom­men­ta­re zum Film­aus­schnitt (Erstel­lung, Schau­spie­ler, Regis­seur etc.) zu ergän­zen? Oder bestimm­te Stil­mit­tel des Films zu erwäh­nen? Oder was wäre nötig, damit das recht­lich in Ord­nung ist?

    VG
    Nick

  14. Lie­ber Herr Dram­burg.

    Wenn ich ein Musik­vi­deo dre­he und in die­sem ein paar ein­zel­ne Film­sze­nen zei­ge, wel­che zu mei­ner Musik lau­fen, dann ist das völ­lig in Ord­nung, wie ich ver­stan­den habe.

    Aber muss ich die Quel­le dann unter das Video drun­ter schrei­ben? Bzw. wäh­rend­des­sen ein­blen­den?
    Denn es gibt sovie­le Vide­os im Netz, die genau das unter­las­sen haben.

  15. Hal­lo,
    ob es völ­lig in Ord­nung ist, müss­te man prü­fen. Wenn die Film­sze­nen nur Füll­ma­te­ri­el sind, reicht es nicht. Der Song müss­te sich kon­kret mit der gezeig­ten Sze­ne aus­ein­an­der­set­zen. Wenn es meh­re­re Film­sze­nen sind, dann spricht es eher dafür, dass dies nicht vom Zitat­recht gedeckt ist.

  16. Hal­lo Herr Dram­burg,

    ich wür­de ger­ne wis­sen wie man mit Film­zi­ta­ten in wiss Vor­trä­gen umgeht. Z.B. an Uni, oder in Bil­dungs­wer­ken (VHS, Kir­che) oder als Leh­rer. Weni­ge Minu­ten Film­se­quen­zen aus uralten Stumm­fil­men um 1900 in einem öffent­li­chen Vor­trag über die Geschich­te des Films über Lab­top und Bea­mer als Zita­te vor­füh­ren, dürf­te ja mit den Pflicht­an­ga­ben kein Pro­blem sein. Vor allem wenn nur weni­ge Sekun­den bis 1 min Lauf­zeit anlie­gen.

    Aber sol­che Sequen­zen sind oft schwer zu bekom­men, vor allem als pri­va­ter Dozent an Bil­dungs­ein­rich­tun­gen. Jetzt las­sen sich ggf Film­se­quen­zen viel leich­ter und schnel­ler z. B. über Vie­deo­platt­for­men im Inter­net her­un­ter­la­den. Wäre so etwas all­ge­mein für wiss. Vor­trä­ge erlaubt? Und lizenz­frei? Oder kom­men da noch die Rech­te der­je­ni­gen die das ent­spre­chen­de Video bei einer Platt­form hoch­ge­la­den haben und die Rech­te der Platt­form selbst dazu?

    Und darf man all­ge­mein in wiss. Vor­trä­gen lizenz­frei weni­ge Sekun­den eines +/- aktu­el­len 35 mm Kinofoms/Filmtrailers stumm/analog vor­füh­ren?

    Weil letzt­lich kom­men wiss Vor­trä­ge ohne Zita­te schlecht aus. Die Film­welt scheint da für Dozen­ten wesent­lich mehr Pro­ble­me zu berei­ten und schwie­ri­ger ein­zu­schät­zen zu sein als bei­spiels­wei­se Musik­zi­ta­te oder Text­zi­ta­te. Auch kommt man schnel­ler an einen Text als an eine Film­se­quenz.

    Das gan­ze wäre sicher­lich auch für vie­le Leh­rer inter­es­sant zu wis­sen.

    Vie­le Grü­ße
    Neu­mann

  17. Auch wenn die­ser Arti­kel schon etwas älter ist: mei­ne Fra­ge wäre,ob man bekann­te Film­sze­nen neh­men darf und z.B. auf den Kör­per der Schau­spie­ler den eige­nen setzt. Vor allem im Rah­men eines Musik­vi­deo­clips. Das wären immer jeweils nur kur­ze Film­se­quen­zen (10 Sekun­den) ohne Ver­wen­dung des Tons.

    Lie­be Grü­ße

  18. Es kommt auf das End­pro­dukt an, aber ich wür­de davon aus­ge­hen, dass dies nicht vom Zitat­recht gedeckt es, da es an der kon­kre­ten Aus­ein­an­der­set­zung mit den Sze­nen fehlt und die Pro­jek­tio­nen ja eher der Ver­schö­ne­rung des Musik­vi­de­os die­nen.

  19. Hal­lo Herr Darm­burg,
    wie sieht hier die Lage bei Spruch­sei­ten aus?
    Also ohne die Ver­öf­fent­li­chung des eigent­li­chen Bild oder Ton­ma­te­ri­als des Wer­kes.
    Wird es hier eben­falls so kri­tisch gese­hen, das man vor Ver­öf­fent­li­chung eines Zita­tes die Erlaub­nis ein­ho­len muss?

  20. Hier kommt es auf den Zweck des Zita­tes an.
    Aber auch Dia­lo­ge, Tex­te, Skrip­te, etc. aus Fil­men sind für sich schutz­fä­hig.

  21. Sehr geehr­ter Herr Dram­burg,
    ist es mög­lich in einer Schu­lung von Mitarbeiter/Kollegen zu einem bestimm­ten The­ma eine Film­sze­ne aus einem Kino­film zu zei­gen, bei der es genau um die­ses The­ma geht und die­se zu kom­men­tie­ren. Ist dies im Sin­ne der Recht­spre­chung ein ordent­li­ches Film­zi­tat und ist dies dann kos­ten­frei mög­lich? (Vor­aus­ge­setzt es wird einen ent­spre­chen­de Quel­len­an­ga­be gleich­zei­tig ange­zeigt) Ich möch­te beto­nen, dass hier nicht ein neu­es Film­werk ent­steht und auch nicht die ursprüng­li­chen Film­zu­sam­men­hän­ge ver­än­dert wer­den sol­len.
    Dan­ke für Ihre Mühe.

  22. Es ent­steht kein neu­es Werk, daher greift das Zitat­recht nicht. Es han­delt sich eher um eine Vor­füh­rung, die geneh­mi­gungs­pflich­tig ist.

  23. Hal­lo Herr Dram­burg,
    ich habe nach ein­ein­halb Mona­ten Arbeit ein eigen­stän­di­ges Werk in Form eines Lie­des geschaf­fen. Das Lied trägt text­lich sati­ri­sche Züge und lebt von ver­dich­te­tem Sprech­ge­sang.
    Nun möch­te ich frei nach dem Vor­bild »Die Sen­dung ohne Namen« z. B.: https://www.youtube.com/watch?v=mJpvMa36J3w unter jedes Reiz­wort im Text Fremd­ma­te­ri­al in der nicht zu über­schrei­ten­den Län­ge von 0,2 bis 2 Sekun­den mon­tie­ren, um der Aus­sa­ge der audi­tiven Kom­po­nen­te (Wort: z. B. »gestreut«) eine inhalt­lich nahe­ste­hen­de Asso­zia­ti­on in Form einer visu­el­len Kom­po­nen­te (Video­clip: »Last­wa­gen ver­teilt Streu­gut«) bei­zu­stel­len. Das bedeu­tet nun: Zu ein­zel­nen Begrif­fen wer­den mehr oder weni­ger klar asso­zia­ti­ve, sehr kur­ze Film­aus­schnit­te von 0,2 bis cir­ca 2 Sekun­den gezeigt. Für die Zuschau­er wird es meist schwie­rig, alle Dar­stel­lun­gen zu erken­nen. Viel­fach lösen Sät­ze und/oder Bil­der Asso­zia­tio­nen und wei­ter füh­ren­de Gedan­ken­ket­ten aus, wäh­rend bereits wei­te­re gefolgt sind. Wäre ein solch schöp­fe­ri­sches Kunst­werk durch das Klein­zi­tat­recht (?) gedeckt? Wie sieht es bei all dem Umfang mit der Quel­len­an­ga­be aus?
    Ich möch­te mich außerore­dent­lich für Ihre Mühe Bedan­ken !

  24. Hal­lo, es hört sich für mich so an, als sol­len die Clips der „Ver­schö­ne­rung“ des Videos/Songs die­nen. Es fehlt also an einer Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Film­ma­te­ri­al, so dass von einem Zitat­recht nicht aus­zu­ge­hen ist.

  25. Hal­lo, eine in ers­ter Linie nach­voll­zieh­ba­re Annah­me.
    Doch könn­te hier argu­men­tiert wer­den, dass die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Film­ma­te­ri­al gemäß der gebo­te­nen Kür­ze (0,2 – 2 sek) gedank­lich vom Zitie­ren­den mit adäquat gebo­te­ner Kür­ze (asso­zia­ti­ve Reiz­wör­ter) gege­ben ist.
    Zuletzt ist es auch bei Kunst­wer­ken mög­lich vom Zitat­recht (§ 51 Satz 2 Nr. 2 UhrG) gebrauch
    zu machen, also Ele­men­te eines frem­den Wer­kes ohne Zustim­mung des Urhe­bers
    zu über­neh­men. Hier hat die Recht­spre­chung einer­seits für wei­te Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten
    gesorgt, näm­lich über die rei­ne Beleg­funk­ti­on hin­aus, die­se aber ande­rer­seits an stren­ge
    Vor­aus­set­zun­gen geknüpft. In gewis­sem Rah­men kann das Zitat „als Mit­tel künst­le­ri­schen
    Aus­drucks und künst­le­ri­scher Gestal­tung“ aner­kannt wer­den.
    »Zuletzt ist es auch bei Kunst­wer­ken mög­lich vom Zitat­recht (§ 51 Satz 2 Nr. 2 UhrG) gebrauch
    zu machen, also Ele­men­te eines frem­den Wer­kes ohne Zustim­mung des Urhe­bers
    zu über­neh­men. Hier hat die Recht­spre­chung einer­seits für wei­te Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten
    gesorgt, näm­lich über die rei­ne Beleg­funk­ti­on hin­aus, die­se aber ande­rer­seits an stren­ge
    Vor­aus­set­zun­gen geknüpft. In gewis­sem Rah­men kann das Zitat „als Mit­tel künst­le­ri­schen
    Aus­drucks und künst­le­ri­scher Gestal­tung“ aner­kannt wer­den« und »[…] auch die der Kunst eige­nen mate­ri­el­len Struk­tur­merk­ma­le auf­weist, also ins­be- son­de­re Ergeb­nis frei­er schöp­fe­ri­scher Gestal­tung ist, in der Ein­drü­cke, Erfah­run­gen und Phan­ta­si­en des Künst­lers zum Aus­druck kom­men, wobei als Ele­men­te schöp­fe­ri­scher Gestal­tung der Ein­satz und die ver­frem­den­de Ver­knüp­fung von ver­schie­de­nen Stil­mit­teln in Betracht kom­men, die Inter­pre­ta­tio­nen zulas­sen und so auf eine künst­le­ri­sche Absicht schlie­ßen las­sen […]«

  26. Darf ich aus einem „Musik­vi­deo“ zitie­ren? Kon­kre­tes Bei­spiel: Man pro­du­ziert eine Doku über einen Musi­ker und the­ma­ti­siert ein bestimm­tes Ereig­nis, was z.B. ein Live-Kon­zert dar­stellt. Ist es dann erlaubt, dies als Film­zi­tat eini­ge Sekun­den ein­zu­blen­den, wenn es ein­deu­tig dem Ver­ständ­nis dient?

  27. Hal­lo Lawbs­ter-Team, wie ist denn die Lage bei der Ver­än­de­rung von Film­zi­ta­ten? Wenn ein Film­zi­tat im Ori­gi­nal lau­tet „I am the king of the world“ (Tita­nic). Ist so ein Zitat geschützt, bzw. kann das als Wort­mar­ke ein­ge­tra­gen wer­den? Und, wenn man das Zitat ver­än­dert in „I am the soc­cer king of the world“/„I am the beer king of the world“? Ist das erlaubt, viel­leicht sogar eine Per­si­fla­ge? Wür­de mich über eine Ant­wort freu­en. Vie­len Dank, Oli­ver

  28. Hal­lo sehr geehr­tes Lawbs­ter-Team
    Im Rah­men eines Hoch­schul­pro­jek­tes ver­öf­fent­li­chen wir ein Video auf einer Web­site.
    Geplant ist ein Inter­view mit einem Exper­ten für CGI Ani­ma­tio­nen in Fil­men.
    In die­ses Video wol­len wir klei­ne Clips aus Hol­ly­wood Fil­men ein­fü­gen, zu denen unser Exper­te eini­ge Wor­te sagt, sich qua­si mit dem Inhalt kri­tisch aus­ein­an­der setzt.
    Ist das im Rah­men des Erlaub­ten, auch ohne vor­he­ri­ge Abspra­che mit den Film­stu­di­os die­se Clips ein­zu­bau­en?

    Vie­len Dank für den Arti­kel und die schnel­le Ant­wort im Vor­aus
    MfG
    Axel Hie­ro­ny­mus

  29. Hal­li Hal­lo,

    sehr inter­es­sant, vie­len Dank.

    Ich möch­te ger­ne Shirts ver­kau­fen, auf denen Film­zi­ta­te ste­hen. Ist dies recht­lich mög­lich, oder eher nicht?

    Wür­de mich sehr über eine Ant­wort freu­en. Vie­len Dank! 🙂

  30. Hal­lo, soweit hier die Vor­ga­ben eines Zita­tes (Län­ge, Quel­len­ver­weis, etc.) vor­han­den sind, neh­me ich an, dass Sie die Clips nut­zen kön­nen. Kon­kret kann man das aber erst beur­tei­len, wenn man das Inter­view mit den Clips sieht.
    Vie­le Grü­ße

  31. Hal­lo, bei dem Film­zi­tat geht es ja um Film­sze­nen und nicht um Sprü­che. Daher hat Ihre Fra­ge nichts mit dem Bereich „Film­zi­tat“ zu tun.

  32. Hal­lo Herr Dram­burg,

    ist es für einen inter­nen Film mög­lich, bekann­te Fim­se­quen­zen zu nut­zen ohne auf die­se ein­zu­ge­hen (Zitat­recht)?

    Bsp.: Ein düs­te­rer Beginn mit einer kur­zen Ein­blen­dung einer Sze­ne von „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder ledig­lich die Musik zu nut­zen? Ledig­lich für inter­ne Zwe­cke!

    Vie­len Dank und mit freund­li­chen Grü­ßen
    Thes­sa Lau­rus

  33. Moin,
    mei­ne Fra­ge bezieht sich auf einen kürz­lich gedreh­ten Kurz­film.
    Für eine kur­ze Zeit­span­ne sind Kino­be­su­cher zu sehen und der Ton eines ande­ren Fil­mes inklu­si­ve des­sen Musik.
    Ist dies als Zitat zuläs­sig?

    LG
    Sven

  34. Hal­lo Lawbs­ter Team,

    in mei­nem Fall möch­te ich ein Seri­en­zi­tat in mei­nen Vide­os nut­zen.
    Genau­er gesagt, geht es um einen Will­kom­mens­gruß bzw. ein Anmo­de­ra­ti­on,
    die ich für mei­ne eige­nen Vide­os ver­wen­den aber selbst spre­chen möch­te.
    Ist dies ohne Wei­te­res mög­lich?

  35. Hal­lo, das hört sich nach einer Ver­schö­ne­rung Ihres Vide­os durch den Aus­schnitt an. Das wäre dann kein Zitat mehr. Es fehlt die kon­kre­te Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Aus­schnitt.

  36. Guten Tag,
    ich habe eine Fra­ge zu 3. Dient das Zitat zur Erläu­te­rung und zum Beleg eige­ner Ansich­ten und Erkennt­nis­se…

    Darf ein poli­ti­scher Blog, der über die Gefah­ren von extrem-rech­ter Poli­tik berich­tet, eine Film­sze­ne aus dem „Gro­ßen Dik­ta­tor“ - Cha­rie Chap­lin - als You­tube-Video ein­bet­ten? Der Ver­weis auf den Urhe­ber erfolgt natür­lich.

    Ich ver­mu­te: Ev. ja. Aber es gibt wei­te­re Pro­ble­me:

    1) Das You­tube-Video wur­de nicht vom Rech­te­inha­ber ein­ge­stellt, son­dern von „Irgend­je­mand“.

    2) Falls der (ver­mut­lich) ille­ga­le Upload auf You­tube ein Pro­blem dar­stellt, könn­te man natür­lich auch einen Aus­schnitt aus einer DVD auf­be­rei­ten und das Video selbst hos­ten. Aller­dings wäre auch die­ser Upload nicht legal. Als End­be­nut­zer wird man wahr­schein­lich an gar kei­ne Vari­an­te des Films kom­men, der zur Ver­öf­fent­li­chung im Web geeig­net ist.

    Wie geht man mit 1) und 2) um?

    Prin­zi­pell wäre auch das Bezah­len von gerin­gen Lizenz­ge­büh­ren eine Opti­on. Gibt es da Geschäfts­mo­del­le, auf die man zurück­grei­fen kann?

    Dan­ke für eine ers­te Ori­en­tie­rungs­hil­fe im Dschun­gel des Urhe­ber­rechts.
    Mark

  37. Ohne Ihren Bei­trag zu ken­nen, hört es sich so an, als wenn der Clip nur zur „Ver­schö­ne­rung“ des Tex­tes genutzt wird. Es müss­te sich aber knkret mit der Film­sze­ne aus­ein­an­der­ge­setzt wer­den.

  38. Dan­ke für die Ant­wort. sie haben lei­der recht. Es wäre eine Art von opti­scher „Ver­schö­ne­rung“. Infor­ma­tio­nen zum Werk von Char­lie Chap­lin gibt es kei­ne.

    Da also (wahr­schein­lich) ein Zitat nicht in Fra­ge kommt: Wie kann ich erfah­ren, ob es die Mög­lich­keit gibt, die Rech­te für das Abspie­len des Film­aus­schnitts zu erwer­ben? Wen­det man sich in dem Fall an den deut­schen Ver­leih?

  39. Guten Abend,
    Ich möch­te einen Kurz­film dre­hen und 4 Sät­ze aus Casa­blan­ca zitie­ren, so wie “ Schau mir in die Augen, Klei­nes!“. Sie wer­den inner­halb eines Gesprächs eines älte­ren Paa­res zu hören sein, das sich an den gemein­sam ange­se­he­nen Film erin­nert.
    Darf ich die­se Sät­ze für mei­nen Film benut­zen?

  40. Sie müss­ten prü­fen, ob das Werk über­haupt noch urhe­ber­recht­li­chen Schutz hat (Zeit­ab­lauf). Aber ansons­ten hat es den Anschein, als dient die Sze­ne zur Aus­schmü­ckung Ihres Kurz­fil­mes. Damit wäre es nicht durch das Film­zi­tat gedeckt.

  41. Sehr geehr­ter Herr Dram­burg,

    ich wer­de dem­nächst einen Kurz­film dre­hen und möch­te in einer Sze­ne zei­gen, wie ein Jun­ge im Kino sitzt und sich einen Film anschaut. Ich bin gera­de noch auf der Suche nach einer Mög­lich­keit, einen Film­aus­schnitt aus einem bekann­ten Film zu zei­gen, weiß jedoch nicht, was recht­lich mög­lich ist. Ich habe bei der Murnau-Stif­tung ange­fragt, ob ich einen fünf­zehn­se­kün­di­gen Aus­schnitt aus Fritz Langs „Nibe­lun­gen - Sieg­fried“ ver­wen­den darf, was jedoch mit einem Preis von ca. 270 Euro für die Lizenz­rech­te für 5 Jah­re ver­bun­den ist. Ich über­le­ge aber auch, ob ich nicht lie­ber einen Aus­schnitt aus dem Hol­ly­wood­film „Stand by me“ zei­gen könn­te, ich bin also noch unent­schlos­sen. Nun bin ich auf Ihre Sei­te gesto­ßen und weiß nicht, ob ich Sie wirk­lich rich­tig ver­ste­he. Besteht die Mög­lich­keit, dass ich ein­fach einen Aus­schnitt aus einem die­ser bei­den Fil­me neh­me, ohne die Rech­te des Lizenz­ge­bers zu erfra­gen bzw. dafür zu bezah­len, wenn der Aus­schnitt eine Sub­ebe­ne mei­ner eige­nen erzähl­ten Geschich­te bedient, also das Zitat in Ver­bin­dung zu der Hand­lung steht?

  42. Wenn Sie einen belie­bi­gen Aus­schnitt neh­men wol­len, deu­tet das dar­auf hin, dass es Ihnen nicht auf einen kon­kre­ten Aus­schnitt ankommt und das Film­zi­tat daher nur eine Ver­schö­ne­rung Ihres Kurz­films ist. Das reicht aber für ein Film­zi­tat nicht aus. Sie bräuch­ten dann stets die Ein­wil­li­gung des Rech­te­inha­bers.

  43. Wie sieht es eigtl bei sowas aus wenn man z.b einen Clip unter 60 Sekun­den von einem tv Sen­der z.B NTV Repor­ta­ge bei fb Pos­ten will?

    Ich ken­ne jeman­den der in dem Clip vor­kommt und weiß nicht ob ich die­sen Clip öffent­lich zei­gen darf?

    Bes­te Grü­ße

  44. Guten Abend

    Ist es erlaubt, Stand­bil­der eines Fil­mes für einen Film­kri­tik-Blog zu nut­zen, sei es als Über­schrift des Arti­kels oder in der jewei­li­gen Kri­tik? Also auch, wenn das Stand­bild ledig­lich der Reprä­sen­ta­ti­on des Fil­mes dient?

  45. Hal­lo Herr Dram­burg und lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen,

    bei einem Kin­der-Musik­thea­ter­stück wur­de ein Mit­schnitt erstellt, der als Trai­ler zur Pro­mo ver­wen­det wird. Dabei erklingt auch in bear­bei­te­ter Form geschütz­te Musik, aber nur kurz in geschnit­te­ner Form. Eine Mel­dung bei der GEMA gibt es hier.
    ABER: Man muss ja auch Ver­lags­rech­te ein­ho­len, also die Erlaub­nis, die über­haupt Musik ver­wen­den zu dür­fen. Ein gro­ßer int. Musik­kon­zern mein­te, dass dies aber nur ab 18 Sekun­den gel­te…, dann zah­le man zwar GEMA, müs­se nicht aber die Ver­lags­rech­te einholen/einkaufen.
    Stimmt das bzw. gilt hier auch das Zitier­recht?
    Son­ni­ge Grü­ße,

  46. Hal­lo, eine fes­te Sekun­den­zahl gibt es nicht. Im Gegen­teil: Bereits kleins­te Bruch­stü­cke kön­nen urhe­ber­recht­lich geschützt sein. Das hört sich für mich also eher nach der inter­nen Rege­lung des Unter­neh­mens an.
    Wird der Song nur als Ver­schö­ne­rung des Trai­lers ver­wen­det, liegt zudem kein Zitat vor.
    Bes­te Grü­ße

  47. Wie sieht es mit der Ver­wen­dung von Fern­seh­bei­trä­gen aus, in denen man selbst Inter­view­part­ner gewe­sen ist und die in einer eige­nen (d. h. auf einen selbst, näm­lich als Inter­view­part­ner bezo­ge­nen) Sen­de­rei­he erschie­nen sind? Dür­fen die­se Bei­trä­ge, auch wenn sie mit frem­der Hil­fe (Kame­ra-Team, Redak­teur, Schnitt und gegen Hono­rar) zustan­de gekom­men sind, z. B. in einer eige­nen Web­site und einem You­Tube-Link ohne Rück­spra­che mit dem Sen­der ver­wen­det wer­den?

    Bes­ten Dank im Vor­aus und freund­li­che Grü­ße
    Gerald Wolf

  48. Hal­lo zusam­men,
    wir sind ein Musik­ver­ein und möch­ten ein Kon­zert mit Film­mu­sik geben. Dabei sol­len neben den
    gespiel­ten Musik­stü­cken Film­aus­schnit­te gezeigt wer­den. Wie zum Bei­spiel „James Bond“, „Spiel mir das Lied vom Tod“, Pira­tes of the carib­be­an“ etc. Wie ver­hält es sich damit mit den Urhe­ber­rech­ten? Für eine aus­sa­ge­kräf­ti­ge Ant­wort wäre ich Euch dank­bar. Gruß Vol­ker

  49. Hal­lo Vol­ker.
    Das hört sich danach an, dass die Clips nur zur Ver­schö­ne­rung des Kon­zer­tes gezeigt wer­den. Das wäre von dem Zitat­recht dann nicht mehr gedeckt.
    Bes­te Grü­ße

  50. Hal­lo Herr Dram­burg,

    ich pla­ne ein Buch über eine TV-Serie, in der ich Infos über die Serie wie z.B. Mini-Bio­gra­fi­en der Dar­stel­ler und Inhalts­be­schrei­bun­gen der Epi­so­den gebe. Gibt es hier­zu bezüg­lich Urhe­ber- bzw. Mar­ken­recht irgend­was zu beach­ten? Und wie sieht es mit Zita­ten aus der Serie aus, darf ich die­se nut­zen? Ich bedan­ke mich vor­ab für even­tu­el­le Ant­wor­ten!

    Mit freund­li­chem Gruß
    M. Ton­kel

  51. Hal­lo Sebas­ti­an,
    was heißt das dann kon­kret?

    Gruß Vol­ker

  52. D.h. das Zei­gen von Film­aus­schnit­ten als visu­el­le Unter­ma­lung bei einem Musik­kon­zert ist nicht vom Zitat­recht gedeckt.

  53. Und was kön­nen wir jetzt tun? Bzw. wie müs­sen wir wei­ter vor­ge­hen?

  54. Hal­lo Herr Dram­burg,

    wie ist es wenn es um einen Audio­podcst geht, der sich mit bestimm­ten Büchern aus­ein­an­der­setzt und dabei einen Ton­aus­schnitt der aus dem Buch ent­stan­de­nen Ver­fil­mung ein­baut?
    Aus Ihren Aus­füh­run­gen gehen ich davon aus, dass das erla­but ist, weil man sich inhalt­lich mit der Geschich­te (in dem Fall dem dazu gehö­ren­den Buch) aus­ein­an­der­setzt.
    Wie wür­de man in dem Fall das Zitat kennt­lich­lich machen (außer das es akus­tisch klar ist, dass es sich hier um den Film han­delt)?

    Vie­le Grü­ße

    Tim

  55. Hal­lo, es müss­te sich aber mit dem Film beschäf­tig­ten. Aber in Ihrem Pod­cast geht es um das Buch. Da wäre dann der Film­aus­schnitt mei­nes Erach­tens eine „Ver­schö­ne­rung“ und damit nicht mehr gedeckt vom Zitat­recht.

  56. Hal­lo Herr Dram­burg,
    Ich möch­te einen Vor­trag zum The­ma Angst über­win­den mit Har­ry Pot­ter hal­ten. Ich möch­te dar­in dar­stel­len wie Ängs­te ent­ste­hen und wie man sie über­win­den kann. Dabei möch­te ich Filmszenen(und Bil­der) aus Har­ry Pot­ter zei­gen und die­se dann inter­pre­tie­ren und Par­al­le­len zu sozi­al­the­ra­peu­ti­schen Mass­nah­men zie­hen. Ist das im Rah­men des Zitats­rech­tes mög­lich.
    Mit freund­li­chen Grü­ßen Bernd Alcer

  57. Hal­lo, ich wür­de das als Ver­schö­ne­rung des Vor­trags anse­hen und kei­ne kon­kre­te inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit den jewei­li­gen Sze­nen.

  58. Hal­lo Herr Dram­burg,

    mei­ne Idee ist es einen voll­stän­di­gen Film zu zei­gen,
    mich selbst per Bild und Ton und wei­te­re Leu­te per Audio ein­zu­bin­den.
    Es soll qua­si eine Fil­m­ana­ly­se / -bespre­chung wer­den, in der auch auf
    ein­zel­ne Sze­nen ein­ge­gan­gen wird, sowohl visu­ell als auch inhalt­lich.
    An den ent­spre­chen­den Stel­len soll der Film ent­we­der ange­hal­ten oder
    dazu kom­men­tiert wer­den.
    Da es sich dabei um ein Groß­zi­tat han­deln wird, wüss­te ich nun ger­ne
    wie sich das recht­lich ver­hält. Der Film ist bereits erschie­nen.
    Wie sieht es an die­ser Stel­le recht­lich aus?

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Kris­ti­an Zie­gen­mey­er

  59. Hal­lo! Darf man kur­ze Film­aus­schnit­te nut­zen (3-8 Sekun­den), um über eine Video­lein­wand in einem Gastro­be­reich im Zusam­men­hang Pro­duk­te damit zu „unter­ma­len“ - Qua­si ein „Zitat“ zu einem Pro­dukt (die­ses soll nach dem Kauf gezeigt wer­den, also nicht als Wer­be­maß­nah­me zuvor / ähn­lich wie damals der But­ton von Ste­fan Raab)? Grü­ße! Oli­ver Schwartz

  60. Hal­lo, das hört sich so an, als woll­ten Sie mit den Aus­schnit­ten die Pro­duk­te bewer­ben. Das reicht dann nicht für das Film­zi­tat. Es muss sich dafür kon­kret mit dem Aus­schnitt aus­ein­an­der gesetzt wer­den. Vie­le Grü­ße SD

  61. Guten Tag, Herr Dram­burg,
    erst ein­mal herz­li­chen Dank für Ihre tol­le Sei­te und Ihre gedul­di­gen Aus­künf­te.
    Wir betrei­ben als pri­va­tes Hob­by wer­bungs­frei und ohne jeg­li­che kom­mer­zi­el­len Absich­ten einen Rezen­sio­nen­blog und haben dar­in auch ca. 30 fremd­spra­chi­ge Fil­me aus 100 Jah­ren gründ­lich rezen­siert. Sofern erhält­lich, ver­lin­ken wir zu den DVD-Aus­ga­ben bei einer gro­ßen Online-Han­dels­platt­form und ver­wen­den deren Cover-jpgs neben den Meta­da­ten­an­ga­ben zum betref­fen­den Film - das dürf­te wie bei Buch­re­zen­sio­nen legal sein. Etli­che Fil­me sind aber nur auf You­Tube anzu­schau­en und nie­mals auf DVD erschie­nen. (Um die Fil­me unse­ren Besu­chern zugäng­lich zu machen, haben wir einen eige­nen You­Tube-Kanal erstellt.) Unser enga­gier­tes Bemü­hen, die Rech­te­inha­ber an den alten Fil­men zu ermit­teln, ist völ­lig aus­sichts­los. Nicht ein­mal staat­li­che Insti­tu­te und Archi­ve kön­nen (wol­len?) Aus­kunft geben. Mei­ne Fra­ge ähnelt der von Oscar S. (23.05.17 @ 22:04), die lei­der unbe­ant­wor­tet geblie­ben ist: Dür­fen wir ein (1) Stand­bild des betref­fen­den Films von You­Tube unse­rer Rezen­si­on vor­an­stel­len? (Damit es nicht „rein deko­ra­tiv“ dasteht, könn­ten wir ohne wei­te­res ein, zwei Sät­ze zur betref­fen­den Sze­ne kom­men­tie­ren.)

  62. Hal­lo, wenn man auch auf die Sze­ne aus dem Stand­bild ein­geht, dann wäre das damit mei­nes Erach­tens gerecht­fer­tigt, wenn man dann bspw. dar­stellt, war­um die­se Sze­ne bei­spiel­haft für den Film ist, etc.
    Vie­le Grü­ße

  63. Hal­lo,
    habe ich das rich­tig ver­stan­den, dass ich gar kein Zitat ändern darf? Habe einen Näh­blog und woll­te unter ande­rem schrei­ben: das ist der Rock, den ihr sucht!? Obi WAN Keno­bi Star Wars.
    Und wie ist das mit Stand­bil­dern? Darf ich Stand­bil­der benut­zen, um Fil­me zu rezen­sie­ren?
    Mit freund­li­chen Grü­ßen

  64. Hal­lo, ich habe diver­se ori­gi­na­le Dreh­or­te eines Hol­ly­wood Films besucht und habe davon eine klei­ne Doku gedreht und erklä­re auch die Film­sze­ne sowie den Dreh­ort wo ich gera­de bin.
    Jetzt will ich ger­ne ori­gi­nal Sze­nen aus dem Film kurz ein­blen­den in einem klei­nen extra “ Fens­ter “ um zu zei­gen, das ich wirk­lich gera­de an dem ech­ten Dreh­or­te ste­he.

    Geht das ? Wäre das ein Zitat?

    Der Film ist für Fans des Hol­ly­wood Films und es geht dabei nur um den spe­zi­el­len Film.

    Grü­ße
    Ste­phan D.

  65. Hal­lo, ich mei­ne, dass dies nicht für eine inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung der zu zei­gen­den Sze­ne aus­reicht. Aller­dings den­ke ich auch nicht, dass Sie hier­bei recht­li­che Pro­ble­me bekom­men wer­den (aber das kann man natür­lich nie aus­schlie­ßen). Vie­le Grü­ße, SD

  66. Sehr geehr­ter Herr Dram­burg

    Wir woll­ten die Zita­te aus dem Film „Fight Club“ über die Regeln ver­wen­den auf dem unse­ren Kampf­sport­ver­ein Wer­bung natür­lich wer­den wir unter die Zita­te Film Name schrei­ben, dür­fen wir so was, oder müs­sen wir noch was beach­ten?

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